DGPE meets DGPPN

Auf dem DGPPN-Kongress 2009 in Berlin findet ein Psychoedukations-Symposium (Referat Psychotherapie) statt.
Thema:
"Psychoedukation und Kognition: Der Einfluss kognitiver Trainingsverfahren auf Wissen, Krankheitseinsicht, Compliance und Rezidivraten"
Termin:
Freitag, 27.11.2009, 8.30-10.00 Uhr - Link

Weiterhin sind wir mit dem Workshop
"Psychoedukation bei Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis" (Bäuml/Pitschel-Walz) vertreten.
Termine:
Freitag, 27.11.2009, 15.30-19.15 Uhr - Link
Samstag, 28.11.2009, 13.30 -17.15 Uhr - Link

Auch über die DGPE selber können Sie auf dem DGPPN mehr erfahren:
Vorstellung der Arbeitsgemeinschaften des Referats Psychotherapie - DGPE
Termin:
Donnerstag, 26.11.2209, 17.15-18.45 Uhr - Link

Wir freuen uns, Sie dort zu treffen! 

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 Wir trauern um

Herrn Chefarzt Dr. med. Helmut Schönell,

Gründungsmitglied der Arbeitsgruppe „Psychoedukation bei schizophrenen Erkrankungen“ und der „Deutschen Gesellschaft für Psychoedukation“ (DGPE),

der am 08. April 2008 nach kurzer schwerer Krankheit verstorben ist.

 

Nachruf *

Sehr verehrte Frau Dr. Schönell, lieber Tobias, liebe Trauergemeinde,

als Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Psychoedukation (DGPE) darf ich Ihnen im Namen des gesamten Präsidiums und aller Mitglieder unser tiefes Beileid und unsere herzliche Anteilnahme aussprechen.
Herr Dr. med. Helmut Schönell war Gründungsmitglied unserer „Arbeitsgruppe Psychoedukation“, die sich 1996 konstituierte und aus der im Jahre 2005 die „Deutsche Gesellschaft für Psychoedukation“ hervorgegangen ist. 
Helmut war ein sehr geschätztes und äußerst engagiertes Mitglied unserer Gruppe, der ganz wesentlich zur Entwicklung unserer Organisation beigetragen hat. Das von ihm im Juli 2001 ausgerichtete und hervorragend organisierte Arbeitsgruppentreffen in Düsseldorf blieb allen Beteiligten in unvergesslicher Erinnerung. Auch nach seiner Ernennung zum Chefarzt, zunächst in Neuss, später dann in Krefeld, blieb er unserer Arbeitsgruppe treu und er hat seinen klinischen Sachverstand und seine praktische Erfahrung immer wieder gewinnbringend in unsere Diskussionen eingebracht. Sein Charme, seine unbändig scheinende Vitalität, sein Mutterwitz und sein ärztliches Können haben ihn zu einer markanten und sehr geachteten Respektsperson auf dem psychiatrisch-psychotherapeutischen Gebiet werden lassen. 
Sein besonderer Einsatz für Menschen mit Doppeldiagnosen zeigt, wie sehr ihm das Schicksal vor allem von schwerstkranken Menschen am Herzen lag. Helmut war dabei nicht auf kurzfristige Scheinerfolge aus, ihm war die umfassende und ganzheitliche Unterstützung seiner Patienten stets ein großes Anliegen. In seiner Klinik in Krefeld plante er den Aufbau von psychoedukativ orientierten Kompetenzteams für alle großen psychiatrischen Krankheitsbilder. Damit war er ein Protagonist auf dem Gebiet der Psychoedukation und für viele seiner Kollegen ein Vorbild hinsichtlich gezielter Fort- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter und optimaler Versorgung seiner Patienten.

Neben der medizinisch-psychiatrischen Kompetenz zeichnete ihn auch ein feines Gespür für die spirituellen Bedürfnisse der Erkrankten aus und publizierte auf diesem Sektor eine Reihe von viel beachteten Schriften.  Diese christlich-humanistische Gesinnung war sehr kennzeichnend für ihn und wird uns allen wirklich sehr fehlen. 
Seine kraftvolle Art, sein zupackendes Wesen und seine Fähigkeit, die für seine Patienten wichtigen und richtigen Dinge auch durchzusetzen, waren wegweisend.

Bis zuletzt war er überzeugt, den Kampf gegen seine eigene Erkrankung zu gewinnen und plante bereits schon wieder für unseren gemeinsamen Kongress im nächsten Jahr.
Dass er so rasch und kurzfristig abberufen wurde, war und ist für uns alle unfassbar und unbegreiflich.

Lieber Helmut, wir werden die Planung des nächsten Kongresses nun ohne Dich weiterführen müssen. Aber wir versprechen Dir, Deine Ideale und Deinen besonderen Einsatz gerade für die Schwächsten mit ernsthaftem Bemühen beizubehalten.

Wir blicken voll Dankbarkeit auf die gemeinsame Zeit mit Dir zurück und werden Dir stets ein ehrendes Andenken bewahren.


PD Dr. med. Josef Bäuml  
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
1. Vorsitzender der DGPE


*  Dieser Nachruf wurde am 16.4.08 anlässlich der Trauerfeier für Herrn Dr. Helmut Schönell auf dem Nord-Friedhof in Düsseldorf von Frau Dr. Birgitt Conradt aus Düsseldorf, Mitglied der DGPE, verlesen.